Erläuterungen zum Thema:
"Stuck und Kunst"

Nein, keine Sorge, - als Künstler betrachte ich mich selbst keineswegs. Seit eh und je waren hauptsächlich Bildhauer der Ursprung stilisierter Stuckaturen.
Der Stuckateur war und ist der Multiplikator und Verarbeiter innerhalb des Metiers. Trotzdem hat der Stuckateur ein "räumlicher Denker" zu sein.
Und gelegentlich ist er gefordert die Idee einer Form gegenständlich zu machen, d.h. sie in mineralischer Substanz zu realisieren.
Dazu modelliert er, erstellt Zug-Schablonen oder baut Guss-Formen.
Es macht einfach Spaß einen Sack Gips o.ä. in eine ansehnliche Form zu transformieren und mein Ego möchte hier einfach ein paar Bildchen dazu zeigen:

Stuck und Kunst 1

Mit dieser Modell-Anfertigung überzeugte mich der Düsseldorfer Künstler MARTIN GERWERS, ihn bei der Realisation seines Kunst-am-Bau-Projekts "Gefaltete Wände" zu unterstützen.
Es galt etliche Variationen dieser geometrisch abstrakten Skulpturen für die "Relocation Mercedes-Benz-Vertrieb-Deutschland" in Berlin-Friedrichshain als Gips-Skulpturen herzustellen und dort zu installieren.
Es begann eine gute Zeit mit vielfältigen Schablonenzug- und Gussarbeiten in Martin Gerwers Atelier...

Stuck und Kunst 2

Eine der frisch auf dem Tisch Schablonen-gezogenen ca. 3,0 m langen Skulpturen (das spitze Ende ist keine perspektivische Täuschung)

Stuck und Kunst 3

Blick auf ein fertiges, abschließend von Martin Gerwers farblich gestaltetes Modul im Gebäude an der Berliner Mühlenstraße

Stuck und Kunst 4

Zwei weitere, der im Gebäude verteilten Module des Kunstwerks, die den Arbeitsalltag von rund 1.250 Daimler-Mitarbeitern begleiten

Stuck und Kunst 5

Martin Gerwers (vorne) und meine Wenigkeit bei der Eröffnungsfeier des MBVD in Berlin

Stuck und Kunst 6

"Triumphbogen" als Ort tänzerischer Verehrung anläßlich der Move2011 in der Klee-Halle K20, Kunstsammlung NRW für den Londoner Künstler PABLO BRONSTEIN

Stuck und Kunst 7

"Triumphbogen" Detailansicht: Auch, oder gerade für den temporären Einsatz inklusiv tanzender Menschen mussten die schweren Stuck-Profile extrem sicher in 6 m Höhe an der Holzkonstruktion befestigt werden

Stuck und Kunst 8

Viele Düsseldorfer kennen sie aus nächster Nähe: Die 8 Hauptlüftungsrohre der Düsseldorfer Tonhalle.
Anläßlich der Sanierung 2005 durfte ich sie im Rahmen der Brandschutzarbeiten formend verputzen und für die abschließende Hochglanz-Lackierung in Q4-Qualität spachteln.
Auf dem kleinen Bild sind beide Dreier-Gruppen zu sehen

Stuck und Kunst 9

Ein Bild aus der Bauphase, welches den Polygon-artigen (quasi eckigen) Ablauf der Stahlrohre und der entsprechend angesetzten (Feuerschutz-)Stäbe erkennen lässt

Stuck und Kunst 10

Rund, glatt und glänzend stehen sie da, als Denkmal geschützt im Foyer des Düsseldorfer Wohnzimmers..

Stuck und Kunst 11

Und zwei von dieser Sorte, 13 meter hoch standen noch mit auf dem Programm. Unvergessliche Erlebnisse...